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DiaPat Test – Richtigstellung zum Psiram.com Artikel



DiaPat ist gemäß den Angaben der DiaPat GmbH ein nicht invasiver Urintest, der die Früherkennung von Erkrankungen ermöglichen solle. Die DiaPat® Methode ermögliche zudem die Überwachung des Krankheitsverlaufs. Das Verfahren beruhe auf der Analyse von Proteinen. Durch die entwickelte Technologie würden die Proteine zunächst getrennt. In einem weiteren Verfahrensschritt fände die Analyse der bis zu 6.000 Proteine statt.

Nach Aussagen des Herstellers ist die Technologie klinisch getestet. Auf der Webseite des Herstellers finden sich mehr als 145 Links zu Fachartikeln zum Thema DiaPat. (über PubMed als Abstract kostenlos zugänglich, Volltext kann per Mail angefordert werden)

Link zum Film über DiaPat auf der Webseite der DiaPat GmbH...




DiaPat auf Psiram.com (ehem. Esowatch.com)

Am 17:53, 25. Jan. 2012? wurde auf Esowatch.com (heute: Psiram.com) ein Artikel über das DiaPat Verfahren eingestellt.



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Richtigstellung der DiaPat GmbH zu den Angaben auf Psiram.com (ehem. esowatch.com) über den DiaPat-Test *

 
Die Proteom-Analyse auf der die DiaPat-Tests basieren, ist keinesfalls umstritten, sondern es wurden diesbezüglich bereits über 140 Artikel in renommierten Fachjournalen veröffentlicht. Die vollständige Liste der Publikationen kann auf der Website www.diapat.de unter der Rubrik Wissenschaft eingesehen werden. Die DiaPat GmbH arbeitet mit einer Vielzahl international anerkannter und renommierter Mediziner und Wissenschaftler zusammen. Zu den Kooperationspartner zählen die Havard Universität, die Charité - Universitätsmedizin Berlin,das Baker Heart Research Institute in Melbourne, das Steno Diabetes Center in Gentofte, Dänemark, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Universität Glasgow, das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen und viele mehr.

Die DiaPat-Technologie beruht auf der neuartigen Kopplung von zwei etablierten Messverfahren: der Kapillarelektrophorese (CE) und der Massenspektrometrie (MS). Die Proteine werden zunächst mittels der Kapillarelektrophorese im elektrischen Spannungsfeld getrennt und anschließend im Massenspektrometer vermessen. Die gewonnenen Daten werden im nächsten Schritt mittels spezieller Software ausgewertet und mit den jeweiligen krankheitsspezifischen Proteinmustern in der DiaPat Datenbank abgeglichen. Die DiaPat-Technologie wurde klinisch validiert und sowohl von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) als auch von der European Medicines Agency (EMA) akzeptiert.

Entgegen der Darstellung auf den Webseiten belegen die veröffentlichen Daten und klinischen Studien die hohe Zuverlässigkeit der Proteom-Analyse in der Früherkennung von Blasen- <1;2> und Prostatakrebs <3;4>, chronischen Nierenerkrankungen <5>, diabetischer Nephropathie <6;7> und koronaren Herzerkrankungen <8;9>.

Die DiaPat-Tests sind keine Screening-Tests, sondern kommen bei Patienten mit diagnostischem Anfangsverdacht auf die jeweilige Erkrankung zum Einsatz.So wendet sich der DiaPat-PC Test speziell an Patienten, die in PSA-Reihenuntersuchungen Auffälligkeiten aufwiesen, um die Vielzahl falsch-positiver PSA-Befunde und damit „unnötige Biopsien“ zu verringern <3;4>.

Das Gutachten des ÄZQ zum Prostatakrebs-Test aus dem Jahr 2010 erkennt die hohe klinische Evidenz der DiaPat-Studie Theodorescu et al. (2008) an und stuft diese in die Evidenzklasse III ein, was „Evidenz aufgrund gut angelegter (methodisch hochwertiger), nicht-experimenteller deskriptiver Studien“ bedeutet. Den in dem Gutachten formulierten Einwand, es müsse zusätzlich überprüft werden, ob der Einsatz des DiaPat-PC Tests insbesondere die Anzahl unnötiger Biopsien im Vergleich zum Standardverfahren senken könne, belegt die inzwischen publizierte weitere Studie Schiffer et al. (2012) <3>. Diese zeigt, dass der Routineeinsatz des DiaPat-PC Tests die Anzahl der notwenigen Biopsien um 49% senkt und gleichzeitig 19% der diagnostischen Gesamtkosten einspart.

Auch die Erkennung von kardiovaskulären Erkrankungen konnte in mehreren Studien belegt werden. <8;9> Die Studie Delles et al. (2010) umfasste 623 Patienten und wurde zusammen mit der renommierten Kardiologin Professor Anna Dominiczak von der Universität Glasgow veröffentlicht. In einer weiteren Studie gelang im Frühjahr 2012 durch die Analyse von Mausurin die Identifikation neuer Biomarker, die bereits frühe Stadien der Arterienverkalkung anzeigen. Die Studienergebnisse wurden zusammen mit dem Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen veröffentlicht. <10>Das Herzzentrum und die Universität Glasgow setzen sich für die Anwendung des Tests zur frühen Erkennung der Arteriosklerose ein.

Des Weiteren wurde beispielsweise der DiaPat-DN Test speziell für Diabetiker entwickelt <6>, die als eine häufige Folgeerkrankung einen schleichenden Verlust der Nierenfunktion erleiden können. Der Urin-Test der DiaPat GmbH kann die DN Jahre vor den etablieren Routineverfahren sehr genau erkennen <7>. Anerkannte Nephrologen wie Professor Raymond Vanholder von der Universität Ghent und Professor Hermann Haller von der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) setzen sich für den Anwendung der Proteomanalyse zur Früherkennung von Nierenschäden ein.

Zusammenfassend:
die Beschreibung des DiaPat-Testverfahrens auf den Webseiten von Psiram.com bzw. esowatch.com mittels selektiver Zitate und verzerrender Darstellungen soll reißerisch den Eindruck erwecken, der DiaPat-Test sei klinisch nicht validiert. Um dies zu erreichen, bleiben über 140 wissenschaftliche Fachartikel in renommierten medizinisch wissenschaftlichen Journalen, die von weltweit hoch angesehenen Medizinern auf Grundlage umfassender klinischer Studien mit der DiaPat-Methode veröffentlicht wurden und viele differenzierte journalistische Artikel wie der aus der WiWo <11;12> und der WELT <13> und andere unerwähnt.

Anmerkung: Über die wissenschaftlichen Grundlagen können Sie sich gerne auf der Website http://www.diapat.de informieren.


1. Theodorescu D. et al., Lancet Oncol 2006, 7(3): 230-40.

2. Schiffer E. et al., Clin Cancer Res 2009, 15(15): 4935-43.

3. Schiffer E. et al., Int J Urol 2012, 19(2): 118-25.

4. Theodorescu D. et al., Proteomics Clin Appl 2008, 2(4): 556-70.

5. Good D.M. et al., Mol Cell Proteomics 2010, 9(11): 2424-37.

6. Alkhalaf A. et al., PLoS One 2010, 5(10): e13421.

7. Rossing P. et al., Diabetologia 2010, 53(Supplement 1): S480-S481.

8. Delles C. et al., J Hypertens 2010, 28(11): 2316-22.

9. Schiffer E. et al., J Hypertens 2011, 29(4): 783-90.

10. Von zur Muhlen C. et al., MCP 2012, 11(7):M111.013847

12. WIWO 2009, "Krankes System", 28.09.2009.

13. WIWO 2011, "Durch Berg und Tal", 05.05.2011

14. Die Welt 2008, "Die Welt: Neue Urin-Untersuchung zeigt Krebs an", 04.04.2008



Kontaktadresse:


DiaPat GmbH

Geschäftsführung:

Joachim Conrads

Handelsregisternummer: HR B 61202

USt-IdNr.: DE23306013

Mellendorfer Straße 7-9

30625 Hannover

Telefon: 0511 554 744 - 0

Telefax: 0511 554 744 - 31

Aufsichtsbehörde: Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hannover



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Die Richtigstellungen liegen in der Verantwortung der Autoren. (hier:
DiaPat GmbH) Die Redaktion von Psiram.de / Esowatch.de kann daher keine
Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen.


Bildquelle:
Logo DiaPat: copyright by DiaPat GmbH
 
 

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