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Interview P.A.Straubinger (Am Anfang war das Licht): Richtigstellung zur Esowatch.com-Kritik

 
 
P.A. Straubingers Film „Am Anfang war das Licht“ stellt die ungewöhnliche Frage: „Es gibt Menschen, die sich nur von Licht ernähren – Glauben Sie das?“ Der Film hat in der Skeptikerbewegung für Empörung gesorgt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wurde auf verschiedenen Webseiten der Skeptikerbewegung sehr emotional und wenig sachlich geführt. Auf Esowatch.com erschienen im Wiki, im Blog und natürlich auch im Forum Beiträge. Die Reaktionen der Skeptiker gipfelten dann in der Verleihung des Schmähpreises „Das goldene Brett vorm Kopf“ des österreichischen Skeptikervereins GKD (Gesellschaft für kritisches Denken), der im Rahmen der GWUP Konferenz „verliehen“ wurde.
Esowatch.de (Fairness im Internet) hat den Filmemacher um ein richtig stellendes Interview gebeten.
 
Redaktion Esowatch.de:
Herr Straubinger, Ihr Film „Am Anfang war das Licht“ geht der Frage nach, ob Menschen sich anstelle von Nahrung von Licht ernähren könnten. Sie haben in Wien auf dem Jahrestreffen der GWUP den Preis „Das goldene Brett vor dem Kopf“ entgegengenommen. Der Schmähpreis richtet sich gegen die Qualität der wissenschaftlichen Untersuchungen, die in Ihrem Film gezeigt werden. Warum haben Sie diesen „Schmähpreis“ persönlich entgegen genommen.
 
P.A. Straubinger: Also warum bin ich zur Preisverleihung gegangen?
Es war eine recht spontane Entscheidung, weil es ja auch gute Gründe gegeben hätte, einem Negativpreis der GWUP nicht auch noch extra Aufmerksamkeit zu schenken.
Der Grund war, dass mich ein Freund völlig richtig darauf aufmerksam gemacht hat, dass dieser Preis tatsächlich das Gesamtbild komplettiert. Ich hatte mit diesem Film so tolle Kritiken und Preise bekommen und dieser Preis zeigt einfach, dass „Am Anfang war das Licht“ eben auch stark polarisiert hat – in die eine wie in die andere Richtung.

Ich bin ein Mensch, der in Konflikten immer das Positive sucht und versucht, dem „Gegner“ die Hand zu reichen. Und nachdem ich von der GWUP freundlich eingeladen wurde, habe ich mir gedacht, dass ich dieser Gelegenheit nicht aus dem Weg gehen werde, Kontakt aufzunehmen. Mir ist natürlich klar, dass mit diesem Preis auch niederträchtige Motive verbunden sind – aber das ist menschlich und damit will ich mich gar nicht aufhalten. Stattdessen habe ich meine Dankesrede dazu benutzt, Dinge klarzustellen, die den meisten im Publikum wahrscheinlich gar nicht bewusst waren – und die Reaktionen haben mir gezeigt, dass ich bei Einzelnen tatsächlich so etwas wie einen Denkanstoß liefern konnte.
Das zählt für mich….
 
Redaktion Esowatch.de: Ihr Film baut einen Spannungsbogen auf und nutzt dabei die skeptischen Aussagen renommierter Wissenschaftler zu Beginn, um den Zuschauer an die Hand zu nehmen und führt zum Ende scheinbar zu der Aussage, Lichtessen sei ein nachgewiesenes Phänomen. Sozusagen als „Kronzeuge“ tritt auf, der im Jahre 2003 von einem Ärzteteam untersucht wurde. Mit den Untersuchungsergebnissen konfrontiert, scheint sich die anfängliche Skepsis der Wissenschaftler in Erstaunen aufzulösen. Esowatch.com kritisiert, die Untersuchungsergebnisse aus 2003 würden lediglich auf einen Fastenstoffwechsel hinweisen. Gerade das Ansteigen der Acetonwerte, so esowatch.com, solle belegen, dass Mataji Prahlad Jani gefastet habe, was den Schluss nahe legen würde, Mataji Prahlad Jani habe zuvor gegessen. Sind Sie auf Ihrer Reise vielleicht einem gefährlichen Schwindel aufgesessen?
Hätte Sie etwas mehr Skepsis vielleicht vor einem folgenschweren Fehler bewahrt?
 
 

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